Kaweh Mansoori besichtigt Substratanlage

Austausch mit Kaweh Mansoori und Dr. Felix Schwenke bei Blasius Schuster verfasst am 10.08.2026

Kreislaufwirtschaft braucht Praxiswissen: Austausch mit Kaweh Mansoori und Dr. Felix Schwenke bei Blasius Schuster

Wir durften Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister sowie stellvertretenden Ministerpräsidenten Kaweh Mansoori und den Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke bei Blasius Schuster begrüßen. Anlass des Besuchs war die Besichtigung unserer neuen Substratanlage, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zur Weiterentwicklung zirkulärer Stoffströme leistet.

Besonders erfreulich war für uns das große Interesse des Hessischen Wirtschaftsministeriums an den Chancen der Kreislaufwirtschaft. Die Frage, wie Wertstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten und natürliche Ressourcen geschont werden können, beschäftigt uns seit vielen Jahren und gehört zu den zentralen Themen unseres Unternehmens.

Gerade deshalb war der persönliche Austausch von großer Bedeutung. Denn die erfolgreiche Umsetzung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft benötigt nicht nur geeignete politische Rahmenbedingungen, sondern auch Erfahrungen aus der Praxis. Als Unternehmen, das täglich mit mineralischen Stoffströmen, Recyclingbaustoffen und der Aufbereitung von Wertstoffen arbeitet, können wir konkrete Einblicke in Potenziale, Herausforderungen und technische Möglichkeiten geben.

Gemeinsam mit Daniel Imhäuser, Ralph Lang, David Renneisen und Andreas Schliebs diskutierten wir aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Branche. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem der Einsatz von Recyclingbaustoffen in Substraten und Beton, die Bedeutung sortenreiner Materialströme, moderne Aufbereitungs- und Dosiertechnik sowie die Frage, wie noch mehr Materialien aus der Entsorgung zurück in den Wertstoffkreislauf geführt werden können.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bauwirtschaft langfristig nur dann wirtschaftlich und wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn sie konsequent auf Kreislaufwirtschaft setzt. Jeder Baustoff, der wiederverwendet werden kann, reduziert den Verbrauch von Primärrohstoffen, senkt Transportaufwände, verringert CO₂-Emissionen und hilft dabei, Entsorgungskosten zu minimieren.

Besonders große Potenziale sehen wir in folgenden Bereichen:

  • Einsatz von Recyclingmaterialien in Substraten und Beton
  • Sortenreine Erfassung und Wiederverwertung von Ziegeln
  • Recycling von Gleisschotter
  • Rückführung von sortenreinem Beton in neue Betonprodukte

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, welche Möglichkeiten eine konsequent umgesetzte Kreislaufwirtschaft bietet. Die Schweiz gilt seit Jahren als Vorreiter beim Einsatz von RC-Beton und bei der Verankerung zirkulärer Baustoffe in Ausschreibungen. Gleichzeitig sehen wir auch in Hessen positive Entwicklungen. Insbesondere das Engagement von Hessen Mobil im Bereich der Zirkularität wurde im Gespräch ausdrücklich gewürdigt.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Transformation nur gemeinsam gelingen kann. Es braucht das Zusammenspiel von Kommunen, Ländern, Bund und Unternehmen, um Kreislaufwirtschaft im Bauwesen flächendeckend zu etablieren und vorhandene Potenziale besser zu nutzen.

 

Als Unternehmen investieren wir daher nicht nur in moderne Anlagen und Technologien, sondern auch gezielt in hochqualifiziertes Fachpersonal. Urban Mining, Baustoffrecycling und die Entwicklung neuer Stoffkreisläufe sind für uns keine Zukunftsthemen mehr, sondern bereits heute ein wesentlicher Bestandteil unseres Kerngeschäfts.

Wir bedanken uns herzlich bei Kaweh Mansoori und Dr. Felix Schwenke für den offenen und konstruktiven Austausch. Gespräche wie diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, politische Zielsetzungen und praktische Erfahrungen miteinander zu verbinden und gemeinsam die Voraussetzungen für eine nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Bauwirtschaft von morgen zu schaffen.

Ihr Ansprechpartner

Eva Kühl

Leiterin Marketing