Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der L3442 bei Haiger-Rodenbach unterstützen wir die Firma Heinrich Lauberbei der fachgerechten Entsorgung von teerhaltigem Straßenfräsgut. Das Projekt stellt bereits in seiner Anlaufphase unter Beweis, wie wichtig Flexibilität und schnelle logistische Anpassungen auf Baustellen sind.
Insgesamt fallen rund 5.000 Tonnen Material an, die im Zuge der Baumaßnahme aufgenommen und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden.
Besonders herausfordernd wurde das Projekt kurz vor der Auftragsvergabe: Während zunächst von einem klassischen Verladeprozess ausgegangen wurde, stellte sich heraus, dass das Fräsgut direkt unter der fahrenden Fräse verladenwerden muss. Gleichzeitig ergab die weitere Bewertung des Materials, dass dieses nicht wie ursprünglich vorgesehen verwertet werden konnte.
Diese geänderten Rahmenbedingungen erforderten innerhalb kürzester Zeit eine Neuausrichtung der Logistik. Neben der Organisation geeigneter Transportkapazitäten musste auch eine hohe, vom Bauablauf vorgegebene Taktung sichergestellt werden. Hinzu kam die Distanz zwischen Baustelle und Entsorgungsstandort: Während sich die Maßnahme in Nord-/Osthessen befindet, erfolgt die Annahme des Materials in Hanau.
Um die vorgegebenen Fräsleistungen ohne Unterbrechungen zu gewährleisten, war eine präzise Abstimmung zwischen Baustelle, Disposition und Entsorgungspartnern erforderlich. Nur durch die zuverlässige Steuerung der Fahrzeugkapazitäten konnte sichergestellt werden, dass das Material kontinuierlich abgefahren und der Bauablauf eingehalten wird.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass erfolgreiche Entsorgungslogistik weit über den reinen Materialtransport hinausgeht. Insbesondere bei kurzfristigen Änderungen von Randbedingungen sind schnelle Entscheidungen, belastbare Netzwerke und eine leistungsfähige Disposition gefragt.
Die Maßnahme ist erst vor kurzem gestartet – aktuell deutet jedoch alles darauf hin, dass die Abläufe planmäßig funktionieren und das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.